Neben einer Verbesserung des Nahrungsangebotes für Wildbienen durch die angepflanzten Bienengärten, kann man den Lebensraum der Bienen weiter bereichern, indem Nist- und Überwinterungshilfen angeboten werden. Diese so genannten Bienen- oder Insektenhotels kann man kaufen oder mit ein wenig handwerklichem Geschick selber bauen. Zahlreiche Bauanleitungen sind im Internet veröffentlicht.

Bauanleitung für eine Nisthilfe in einer Konservendose:

Materialliste:

  • echte Strohalme oder hohle Schilf-/Bambusstängel
  • Gips
  • Wasser
  • eine hohe leere Konservendose
  • eine Schüssel und einen Löffel zum Anrühren
  • eine Gartenschere oder kleine Eisensäge

Vorgehen:

Die Halme oder Stängel so kürzen, dass sie in die Dose passen und nicht überstehen. Mindestens 10 cm lang sollten sie und die Dose sein, je länger desto besser. Unbedingt bei den Bambus- und Schilfstängeln darauf achten, dass sie komplett offen sind. Etwas Gips nach Anleitung mit Wasser anrühren (je nach Größe der Dose sollten circa 6 Esslöffel reichen) und in eine Dose etwa 1 cm hoch einfüllen. So viele Stängel wie möglich in den feuchten Gips drücken, dass diese fest sitzen. Sie sollten sich nicht herauslösen lassen, denn sonst könnten hungrige Vögel sich leicht die Stängel mit der Insektenbrut holen. Die Nisthilfe "Konservendose" soll unbedingt liegend, also waagrecht, platziert werden und nicht aufrecht.

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Bauanleitung für eine Nisthilfe in einem Holzblock (Nistholz):

Materialliste:

  • Bohrer, 3-8mm
  • Holzscheit/Holzblock/dickeres Brett (aus entrindetem Hartholz, wie Eiche, Robinie, Buche - sehr gut geeignet ist Eschenholz)
  • feines Schmirgelpapier

Vorgehen:

Es sollte darauf geachtet werden, dass ins Längsholz, also nicht in das Hirnholz gebohrt wird, das an den kreisförmigen Jahresringen zu erkennen ist. Auf dem oberen Foto ist zu sehen, dass die Löcher in das Hirnholz gebohrt wurden. So sollte es im besten Fall nicht gemacht werden. Bei größeren Bohrlöchern ist auch ein größerer Abstand zwischen den einzelnen Bohrlöchern zu wählen. Die Bohrtiefe entspricht der jeweiligen Bohrerlänge. Das Holzstück darf nicht durchbohrt werden, muss daher tief genug sein. Den Bohrer solange auf und ab bewegen, bis die Wände glatt sind. Alle Holzfasern am Eingang abschmirgeln, so dass ein glattes Bohrloch entsteht. Das Bohrmehl ist durch Ausklopfen zu entfernen. Abschließend die Nisthilfe an einem möglichst sonnigen, regen- und windgeschützten Ort fest anbringen. Die Nisthilfe ganzjährig an ihrem Platz belassen.