WBD logo NEM 370Bienen sind wichtig für unser Ökosystem. In diesem Jahr haben die Vereinten Nationen den Weltbienentag zum ersten Mal ausgerufen. Die Bestäubung unserer Nutzpflanzen durch die Bienen und andere Insekten ist die Basis zur Produktion unserer Nahrungsmittel. Der Weltrat für biologische Vielfalt schätzt, dass die jährliche Bestäubungsleistung einen Wert von 500 Milliarden Euro besitzt.

Mehr zum Weltbienentag erfahren Sie aus der Pressemitteilung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft sowie von der Internetseite www.worldbeeday.org (in englisch).

 

Neben den über einhundert Bienengärten auf den Friedhöfen werden zusätzlich in diesem Jahr zwei Bienengärten auf den Landesgartenschauen in Burg bei Magdeburg (Sachsen-Anhalt) und Bad Iburg (Niedersachsen) gepflanzt. Die Besucher haben somit die Möglichkeit, sich vor Ort über das Projekt zu informieren und Anregungen für einen eigenen Bienengarten, im heimischen Garten, mitzunehmen.

Der kleine Film zeigt den Bienengarten auf der Landesgartenschau in Burg. Hier wurde das Pflanzkonzept "Halbschatten gelb" umgesetzt. Am 05. Juli 2018 um 13.30 Uhr wird die Ministerin Prof. Dr. Barbara Dalbert den offiziellen Startschuss für das Projekt Bienengartenpate für Sachsen-Anhalt geben. 

 

20180308 131416 mod 370Blühende Krokusse und wärmende Sonnenstrahlen ziehen die ersten Bienen an. Dieses Foto entstand am 08.03.2018 in Hannover-Herrenhausen. Auch auf den bereits gepflanzten Bienengärten tummeln sich schon die Bienen. Wo Sie einen Bienengarten in Ihrer Nähe finden, können Sie der Landkarte entnehmen.

 

46fdb659e0 BdJ2018 W. P. Polzin 370Die Ess-Kastanie wird auch Edel-Kastanie (Castanea Sativa) genannt. Sie zählt zu den bienenfreundlichen Baumarten, da sie ein guter Nektar- und Pollenlieferant ist. Selten, aber eindruckvoll befand die Jury der Dr. Silvius Wodarz Stiftung, die jährlich den "Baum des Jahres" wählt.

Details zur Ess-Kastanie und Ihrer Kür zum "Baum des Jahres" lesen Sie auf unserer Schwesterinternetseite www.baumwissen.info.

(Foto: Biene an der Blüte einer Ess-Kastanie, www.baum-des-jahres.de, W.P. Polzin)

 

IMG 20171024 WA0004 370In Goslar pflanzten am 24.10.2017 die "Waldgeister", elf Kinder und zwei Erzieherinnen der Waldgruppe des Frankenberger Kindergartens, gemeinsam mit der Friedhofsgärtnerin Christiane Kalbe und einer Auszubildenden, einen Bienengarten auf dem Friedhof an der Feldstraße. Die Kinder hatten sichtlich viel Spass an dem Projekt. So kam es, dass die Gruppe viel schneller mit den Pflanzarbeiten fertig war als ursprünglich angenommen. Damit die Bienen im zeitigen Frühjahr auch bereits Nahrung finden, steckten die "Waldgeister" zwischen die gepflanzten Blumen zusätzlich 200 Blumenzwiebeln. Die Kinder versprachen im nächsten Jahr ihren Bienengarten immer wieder zu besuchen. Die tolle Pflanzaktion mit den Kindern wurde von der Goslarschen Zeitung begleitet (Artikel downloaden).

Neben dem Bienengarten in Goslar wurden weitere 99 Flächen in den zurückliegenden Tagen von den Paten, unseren Friedhofsgärtnern, angepflanzt. Im Folgenden noch ein paar Beispiele:

 

Das Bienensterben stellt bekanntermaßen ein großes Problem dar. Doch warum eigentlich? Was sind die Folgen davon, dass immer mehr Bienen sterben? Hier ein Erklärvideo dazu, in dem auch die Wildbienen vorkommen.

 

20171018 114629 370Es ist soweit, die Stauden für die ersten 100 Bienengärten werden derzeit gepackt. Circa 600, mit 6.430 Bienenweidepflanzen und 14.000 Blumenzwiebeln, prall gefüllte Holzkisten verlassen ab morgen die Staudengärtnerei im Norden Hannovers, die freundlicherweise die Logistik organisiert. Ihr und den weiteren unterstützenden Gartenbauunternehmen, die die Pflanzen kostenfrei in der Fläche verteilen, gilt unser Dank. Ein Projekt wie dieses wäre ohne eine derartige Unterstützung nicht denkbar.

Nun sind die Bienengartenpaten gefordert, noch vor dem nahenden Winter alle Pflanzen, anhand der ausgearbeiteten Pflanzpläne, in den Boden zu setzen. Wir wünschen ein gutes Anwachsen und freuen uns auf das bunte Treiben im kommenden Jahr.

 

vfd logo 300dpi 370Die Regionalgruppe Niedersachsen/Bremen, im Verband der Friedhofsverwalter Deutschlands e.V,. begrüßt das Projekt Bienengartenpate in ihrer Mitgliederzeitschrift Friedhofskultur (10/2017). Den kompletten Artikel lesen Sie hier.

 

In der "Moment mal"-Ausgabe zum Erntedank (01.10.17) beschreibt die NDR 2-Autorin Heyde de López die wichtige Bedeutung der Honig- und Wildbienen. Ferner spricht sie sich für die Schaffung von Nisthilfen und blütenreichen Bepflanzungen in den heimischen Gärten aus. (Quelle: NDR 2)

 

Depositphotos 6717184 original 370Ziel des Projektes Bienengartenpate ist es, das Nahrungsangebot für Wildbienen auf den Friedhöfen zu erhöhen. Dabei wünschen sich die Initiatoren zudem, dass die Bürger auch in ihren eigenen Gärten bienenfreundliche Stauden anpflanzen und somit selbst einen ökologischen Beitrag leisten. Im Zuge der Umsetzung dieses Projektes, in Gesprächen mit Gärtnern, Friedhofsverwaltungen und Privatpersonen hören wir eine Frage immer wieder: "Stechen die Wildbienen denn nicht?".

Grundsätzlich könnten die Pflanzen, die in diesem Projekt verwendet werden (Bienen&Gärten>Wie gestalten?) auch auf jeder anderen Fläche auf dem Friedhof, sogar auf den Grabstätten selbst, angepflanzt werden. Demnach geht von einem Bienengarten, im Vergleich zu den übrigen Grünflächen eines Friedhofes, somit keine höhere Gefahr aus.

Dennoch wollten wir es genauer wissen und haben ...