20180529 074302 370Insgesamt 30 Freiwillige, darunter die THW Jugend, Imker, und Anwohner errichteten auf einem, von der Gemeinde Rheinstetten (Baden-Württemberg), zur Verfügung gestellten Grundstück ein Insektenhotel der Superlative. In dem achteckigen Bauwerk wurden insgesamt 31 Kubikmeter Holz verarbeitet. Damit wurde der bestehende Rekord von bislang 20 Kubikmeter Füllmenge überboten. 

Belohnt wurde die Aktion mit einem Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde. Wir gratulieren zu der tollen Idee und der "gekrönten" Arbeitsleistung.

Mehr zu der Aktion wurde auf der Internetseite des SWR eingestellt. Hier ist auch ein Video hinterlegt.

 

20180726 194310 370Am 26. Juli 2018 war es soweit. Der Bienengarten auf dem Friedhof Grenzheide in Langenhangen (nördlich angrenzend an Hannover) wurde offiziell eröffnet. Der Betrieb "Blumen Ehlers-Ascherfeld" gestaltete den Bienengarten mit Staudenpflanzen für den Halbschatten. Normalerweise ist ein Bienengarten in diesem Projekt 2,5 x 2,5m groß. Doch es war für Frau Ehlers-Ascherfeld, die örtliche Friedhofsgärtnerin und Bienengartenpatin, eine Herzensangelegenheit den Garten wesentlich größer zu gestalten. 

Die Eröffnungsveranstaltung wurde bereichert durch kurzweilige Reden von BUND- und NABU-Vertretern sowie dem Bürgermeister der Stadt Langenhagen, Mirko Heuer. Er berichtete von den Erfahrungen der Stadt mit den drei, auf dem Rathausdach, aufgestellten Bienenvölkern. Selbst gemachter Eistee und Baguette mit Honig stärkten die Zuhörer im Anschluss.

 

Andreas Noltemeyer führt seit 1993 den Betrieb „Friedhofsgärtnerei Achim/Baden“. Der Friedhofsgärtnermeister beschäftigt sieben Mitarbeiter und bildet junge Menschen zu Friedhofsgärtnern aus. Sein geprüfter Fachbetrieb ist Vertragspartner der Treuhandstelle für Dauergrabpflege Niedersachsen/Sachsen-Anhalt GmbH und betreut zurzeit 1.500 Pflegegräber, davon etwa 600 in Dauergrabpflege, auf 30 Friedhöfen.

Herr Noltemeyer, Sie sind ein „Bienengartenpate“ und nehmen an dem Jubiläumsprojekt der Treuhandstellen für Dauergrabpflege in Niedersachsen, Bremen und Sachsen-Anhalt teil. Was motiviert Sie, an diesem Projekt mitzuwirken?
Zuerst einmal meine Liebe zur Natur. Als ausgebildeter Gärtner mit vielen Jahren Berufserfahrung weiß ich um die Bedeutung der Pflanzen und der Insekten für das Leben an sich und natürlich in unserer heimischen Landschaft im Besonderen. Monokulturen in der Landwirtschaft, der Trend zu aufgeräumten Gärten aus Stein mit nur wenigen Pflanzen machen unseren Bienen das Leben schwer. Ich unterstütze das Projekt „Bienengartenpate“, weil ich hier in meinem beruflichen Umfeld selbst aktiv werden und einen Beitrag zur Bewahrung unserer Artenvielfalt leisten kann.

 

IMG 20180708 WA0024 370Am 08.07.2018 war es soweit. Nachdem einige Tage zuvor der Bienengarten auf der Landesgartenschau in Burg eingeweiht wurde, wurde nun auch das Projekt Bienengartenpate auf den Friedhöfen in Sachsen-Anhalt vorgestellt. Insgesamt 14 Bienengärten wurden bislang in Sachsen-Anhalt angelegt. Für jeden Bienengarten hat sich ein Pate bereit erklärt, ihn für 5 Jahre kostenfrei zu pflegen.

Dabei soll es jedoch nicht bleiben. Mit weiteren Spenden sollen neue Bienengärten angelegt werden und in die Pflegepatenschaft von z.B. Kindergärten und Schulen übertragen werden. Die hier gezeigten Bilder stammen von der Eröffnung auf dem Michaelis Friedhof in Zeitz.

 

IMG 4813 Quelle Manuela Goohsen Landesverband Gartenbau Sachsen Anhalt 370

Am 05.07.2018 wurde der Startschuss für das Projekt "Bienengartenpate" in Sachsen-Anhalt abgegeben. Die Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt, Frau Prof. Dr. Claudia Dalbert, hielt ein Grußwort. In ihren Ausführungen lobte sie das Projekt, denn die Freiflächen auf den Friedhöfen böten ausreichend Raum sehr viele zusätzliche Bienengärten zu errichten. Sie wünschte dem Projekt viel Erfolg und hofft, dass viele Spenden eingenommen werden um mehr Bienengärten in die Pflegepatenschaft von Schulen oder Kindergärten zu übertragen.

Als Veranstalter und Ehrengäste waren dabei (Foto, v.r.n.l.):

 

Foto6 370Das Projekt Bienengartenpate findet in den drei Bundesländern Bremen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt statt. Nun wurde am 24.06.2018 auch ein Bienengarten auf dem Friedhof in Bremenhaven eröffnet. Pate des Bienengartens ist die Gärtnerei Rieger. Das Interesse an der Veranstaltung war groß, neben zahlreichen Bürgern und Pressevertretern war auch "Radio Bremen" dabei. 

 

Nur mit hochauflösenden Kameras kann der Mensch sehen, welche Leistungen die Honigbiene vollbringt. Wussten Sie, dass Bienen bis zu 30 Km/h schnell fliegen und dabei bis zu 270 Mal pro Sekunde mit den Flügeln schlagen? Diese und weitere erstaunliche Fakten zeigt das Video aus der Reihe Terra X.

 

LAGA Bad Iburg Eröffnung 370Am 10. Juni 2018 gaben die Treuhandstellen den offiziellen Startschuss für das Projekt Bienengartenpate in den Bundesländern Bremen und Niedersachsen auf der LaGa Bad Iburg. Unter Mitwirkung der Niedersächsischen Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Barbara Otte-Kinast, wurde der Bienengarten auf der Landesgartenschau seiner Bestimmung übergeben. Für die Nordwestdeutsche Treuhandstelle für Dauergrabpflege GmbH war dieses gleichzeitig die offizielle Feier des 50jährigen Bestehens.

Als Veranstalter und Ehrengäste waren dabei (v.r.n.l.):

 

WBD logo NEM 370Bienen sind wichtig für unser Ökosystem. In diesem Jahr haben die Vereinten Nationen den Weltbienentag zum ersten Mal ausgerufen. Die Bestäubung unserer Nutzpflanzen durch die Bienen und andere Insekten ist die Basis zur Produktion unserer Nahrungsmittel. Der Weltrat für biologische Vielfalt schätzt, dass die jährliche Bestäubungsleistung einen Wert von 500 Milliarden Euro besitzt.

Mehr zum Weltbienentag erfahren Sie aus der Pressemitteilung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft sowie von der Internetseite www.worldbeeday.org (in englisch).

 

Neben den über einhundert Bienengärten auf den Friedhöfen werden zusätzlich in diesem Jahr zwei Bienengärten auf den Landesgartenschauen in Burg bei Magdeburg (Sachsen-Anhalt) und Bad Iburg (Niedersachsen) gepflanzt. Die Besucher haben somit die Möglichkeit, sich vor Ort über das Projekt zu informieren und Anregungen für einen eigenen Bienengarten, im heimischen Garten, mitzunehmen.

Der kleine Film zeigt den Bienengarten auf der Landesgartenschau in Burg. Hier wurde das Pflanzkonzept "Halbschatten gelb" umgesetzt. Am 05. Juli 2018 um 13.30 Uhr wird die Ministerin Prof. Dr. Barbara Dalbert den offiziellen Startschuss für das Projekt Bienengartenpate für Sachsen-Anhalt geben. 

 

Depositphotos 6717184 original 370"Wo bin ich?“ Die Hummel reibt sich verwirrt die Augen und schüttelt sich erst einmal, als sie das Tageslicht erblickt. Nach dem langen Winter in ihrer dunklen Erdhöhle muss sie sich aufs Neue in der Außenwelt orientieren. Als Königin hat sie alleine überwintert und möchte nun ein neues Volk gründen. Diese Hummelkönigin und ihre Verwandten gehören übrigens zu den etwa 560 Wildbienenarten in Deutschland. „Hunger! Ich brauche etwas zu essen, guten, leckeren Nektar, damit ich ein bisschen Energie tanken und diese mir seltsam unbekannte Umgebung erkunden kann“, denkt sie und fliegt vorsichtig los. „Aber, was ist das denn? Bevor ich mein Winterlager bezog, waren hier viel mehr Blumen mit köstlichem Nektar. Jetzt sehe ich kaum Pflanzen, geschweige denn farbenfrohe Blüten. Enttäuscht fliegt die Hummel Runde um Runde in dem kleinen pflegeleichten Hausgarten mit großen Kiesflächen und wenig „Grün“. Sie fühlt, wie ihre Kräfte schwinden, und fast gibt sie schon auf, als sie aus der Ferne einen schwachen Duft wahrnimmt. „Mmh, das riecht ja fast wie früher, das sind doch … Krokusse! Oh, die wären jetzt meine Rettung, wo kommt der Duft nur her? Von dort drüben, von der anderen Seite der Straße. Ist das möglich? Da ist doch diese hohe Steinmauer. Ok, ich versuch’s.“

 

20180308 131416 mod 370Blühende Krokusse und wärmende Sonnenstrahlen ziehen die ersten Bienen an. Dieses Foto entstand am 08.03.2018 in Hannover-Herrenhausen. Auch auf den bereits gepflanzten Bienengärten tummeln sich schon die Bienen. Wo Sie einen Bienengarten in Ihrer Nähe finden, können Sie der Landkarte entnehmen.

 

46fdb659e0 BdJ2018 W. P. Polzin 370Die Ess-Kastanie wird auch Edel-Kastanie (Castanea Sativa) genannt. Sie zählt zu den bienenfreundlichen Baumarten, da sie ein guter Nektar- und Pollenlieferant ist. Selten, aber eindruckvoll befand die Jury der Dr. Silvius Wodarz Stiftung, die jährlich den "Baum des Jahres" wählt.

Details zur Ess-Kastanie und Ihrer Kür zum "Baum des Jahres" lesen Sie auf unserer Schwesterinternetseite www.baumwissen.info.

(Foto: Biene an der Blüte einer Ess-Kastanie, www.baum-des-jahres.de, W.P. Polzin)

 

IMG 20171024 WA0004 370In Goslar pflanzten am 24.10.2017 die "Waldgeister", elf Kinder und zwei Erzieherinnen der Waldgruppe des Frankenberger Kindergartens, gemeinsam mit der Friedhofsgärtnerin Christiane Kalbe und einer Auszubildenden, einen Bienengarten auf dem Friedhof an der Feldstraße. Die Kinder hatten sichtlich viel Spass an dem Projekt. So kam es, dass die Gruppe viel schneller mit den Pflanzarbeiten fertig war als ursprünglich angenommen. Damit die Bienen im zeitigen Frühjahr auch bereits Nahrung finden, steckten die "Waldgeister" zwischen die gepflanzten Blumen zusätzlich 200 Blumenzwiebeln. Die Kinder versprachen im nächsten Jahr ihren Bienengarten immer wieder zu besuchen. Die tolle Pflanzaktion mit den Kindern wurde von der Goslarschen Zeitung begleitet (Artikel downloaden).

Neben dem Bienengarten in Goslar wurden weitere 99 Flächen in den zurückliegenden Tagen von den Paten, unseren Friedhofsgärtnern, angepflanzt. Im Folgenden noch ein paar Beispiele:

 

Das Bienensterben stellt bekanntermaßen ein großes Problem dar. Doch warum eigentlich? Was sind die Folgen davon, dass immer mehr Bienen sterben? Hier ein Erklärvideo dazu, in dem auch die Wildbienen vorkommen.

 

20171018 114629 370Es ist soweit, die Stauden für die ersten 100 Bienengärten werden derzeit gepackt. Circa 600, mit 6.430 Bienenweidepflanzen und 14.000 Blumenzwiebeln, prall gefüllte Holzkisten verlassen ab morgen die Staudengärtnerei im Norden Hannovers, die freundlicherweise die Logistik organisiert. Ihr und den weiteren unterstützenden Gartenbauunternehmen, die die Pflanzen kostenfrei in der Fläche verteilen, gilt unser Dank. Ein Projekt wie dieses wäre ohne eine derartige Unterstützung nicht denkbar.

Nun sind die Bienengartenpaten gefordert, noch vor dem nahenden Winter alle Pflanzen, anhand der ausgearbeiteten Pflanzpläne, in den Boden zu setzen. Wir wünschen ein gutes Anwachsen und freuen uns auf das bunte Treiben im kommenden Jahr.

 

vfd logo 300dpi 370Die Regionalgruppe Niedersachsen/Bremen, im Verband der Friedhofsverwalter Deutschlands e.V,. begrüßt das Projekt Bienengartenpate in ihrer Mitgliederzeitschrift Friedhofskultur (10/2017). Den kompletten Artikel lesen Sie hier.

 

In der "Moment mal"-Ausgabe zum Erntedank (01.10.17) beschreibt die NDR 2-Autorin Heyde de López die wichtige Bedeutung der Honig- und Wildbienen. Ferner spricht sie sich für die Schaffung von Nisthilfen und blütenreichen Bepflanzungen in den heimischen Gärten aus. (Quelle: NDR 2)

 

Depositphotos 6717184 original 370Ziel des Projektes Bienengartenpate ist es, das Nahrungsangebot für Wildbienen auf den Friedhöfen zu erhöhen. Dabei wünschen sich die Initiatoren zudem, dass die Bürger auch in ihren eigenen Gärten bienenfreundliche Stauden anpflanzen und somit selbst einen ökologischen Beitrag leisten. Im Zuge der Umsetzung dieses Projektes, in Gesprächen mit Gärtnern, Friedhofsverwaltungen und Privatpersonen hören wir eine Frage immer wieder: "Stechen die Wildbienen denn nicht?".

Grundsätzlich könnten die Pflanzen, die in diesem Projekt verwendet werden (Bienen&Gärten>Wie gestalten?) auch auf jeder anderen Fläche auf dem Friedhof, sogar auf den Grabstätten selbst, angepflanzt werden. Demnach geht von einem Bienengarten, im Vergleich zu den übrigen Grünflächen eines Friedhofes, somit keine höhere Gefahr aus.

Dennoch wollten wir es genauer wissen und haben ...

 

DSC03950 370In ihren Septemberausgaben berichteten die "Gärtner-Wochenzeitung" TASPO und die Zeitschrift Friedhofskultur, dem Mitteilungsblatt des Verbandes der Friedhofsverwalter in Deutschland, erstmalig über das Projekt Bienengartenpate. Gärtner und Friedhofsverwaltern wird das Projekt vorgestellt und die Ziele vermittelt. Wenn Sie auf die folgenden Links klicken, können Sie die Beiträge nachlesen: